Screendesign

Als »Screendesign« bezeichnet man die optische Darstellung der Inhalte einer Website am Bildschirm. Das Screendesign setzt die im Konzept, in der Inventarliste und dem Drehbuch beschriebenen Funktionen, Aufgaben und Aussagen gestalterisch um. Es ist kein Ersatz für ein Konzept. Es ist auch kein Ersatz für eine Inventarliste oder ein Drehbuch. Konzept, Inventarliste, Drehbücher sowie das Corporate Design sind Voraussetzungen für gutes Gelingen.

Vorgehensweise

Üblicherweise ist Ihr »Corporate Design (CD)«, also einfacher gesagt, Ihre gestalterischen Grundlinie einer der Ausgangspunkte für ein Screendesign. Dazu gehören in der Basisausstattung ein Logo und daraus abgeleitet oder zusätzlich vorgegeben auch Ihre Schmuckfarben (»Unser Rot«, »mein Blau«). Hilfreich können auch weitere Druckunterlagen wie Prospekte, Briefbögen (»Geschäftspapier«), Visitenkarten (»Geschäftskarten«) usw. sein.

Aus diesen Elementen setzt man eine oder zwei Seiten einer Website als Entwurf. Anschließend beginnt dann die Abstimmung des Entwurfes mit Ihnen. Der Entwurf enthält alle in der späteren Website notwendigen gestalterischen Elemente und Seitentypen, zeigt Ihnen den typographischen Aufbau (Navigation, Überschriften, Fliesstext, Adresszeilen, …) und vermittelt Ihnen so einen recht umfassenden Eindruck der fertigen Website.

Je nach Komplexität des Vorhabens kann das Screendesign natürlich deutlich mehr als ein oder zwei Seiten umfassen. In der Regel ist es auch so, dass das Screendesign zu Beginn des Satzes, also der Umsetzung als HTML noch nicht komplett in allen Details vorliegt. Das ist dann unproblematisch, wenn die Teile die vorliegen unverändert bleiben. Eigentlich banal, aber die Erfahrung zeigt, dass es besser ist auch das Banale ab und an wieder einmal hinzuschreiben.

Ein Screendesign ist übrigens erst dann vollständig, wenn es auch dynamische Anteile einer Website enthält. Dazu gehören Animationen, Mouseover-Effekte, das Verhalten beim Öffnen oder Schließen von Teilinhalten und die Palette der eingesetzten Farben.

Wer ist ein guter Screendesigner?

Ohne jetzt ins Detail zu gehen, der entsprechende Artikel ist in Vorbereitung, ist es an der Stelle notwendig darauf hinzuweisen, dass ein Gestalter, der seinen Schwerpunkt im Print-Bereich hat nicht von Vorneherein die Voraussetzungen mitbringt, die für ein gutes Screendesign notwendig sind. Es kann sein, dass dem so ist, es kann jedoch auch das Gegenteil der Fall sein. Das ist auch unabhängig davon, ob der Gestalter bereits Screendesigns als Referenzen vorweisen kann.

Ein guter Screendesigner zeichnet sich dadurch aus, dass er ein grundlegendes Verständnis für die Möglichkeiten von HTML und automatisierten Prozessen mitbringt. Im besten Fall weiß er darüber so gut Bescheid wie über die Probleme und Feinheiten verschiedener Drucktechniken und Stärken und Schwächen unterschiedlicher Druckereien.

Wichtig ist, dass der Screendesigner in der Lage ist in Strukturen zu denken. Im Druckbereich ist es relativ einfach in einem Katalog mit beispielsweise 200 Seiten eine Handvoll Seiten ein wenig abweichend vom Rest zu gestalten. Bei einer Website ist dies in aller Regel deutlich komplexer. Wo in Quark oder Indesign einfach eine zusätzliche Ebene hinzugenommen wird, braucht es bei einem Webserver eine Liste mit den abweichenden Seiten, eine Programmroutine die diese erkennt und den entsprechend abweichenden Inhalt ausliefert, ein HTML, das flexibel genug ist diesen darzustellen und einen Kunden, der diesen Aufwand bezahlt.

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Beispiele

Unter dem Stichwort »Screendesign« finden Sie Beispiele für durch mich gesetzte Screendesigns.

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