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HTML

HTML als Basis allen Tuns: Die Strukturierung einer Einzelseite

Hypertext Markup Language ist vereinfacht gesprochen eine Vereinbarung, wie Texte miteinander im Zusammenhang stehen (Hypertext, also Links) und strukturiert sind (Markup, also Auszeichnung). Das Language suggeriert, dass es sich um eine (Programmier-)Sprache handelt, dem ist aber nicht so. Eine Website wird daher auch nicht programmiert, sondern maximal »gecoded« oder gesetzt.

Vom Webserver wird bei einem Seitenaufruf (http://www.irgendwas.de/nochetwas.html) eine strukturierte Textdatei (»HTML-Datei«: nochetwas.html), sowie in externen Dateien angelegte Informationen wie diese darzustellen sind, ausgeliefert (Cascading Style Sheet – »CSS-Datei«). Außerdem wird auf weitere Bestandteile wie Bilder, Graphiken oder kleine Programme (Scripte) zur Manipulation der Darstellung verwiesen.

Das HTML der Seite strukturiert den Textinhalt, dazu werden sogenannte TAGS(Markierungen) eingesetzt. Wichtig im Hinblick auf Suchmaschinen sind beispielsweise Überschriften (H1 bis H6), Absätze (P), Listen (UL, OL) oder Links (A). HTML5 erweitert das Repertoire um weitere, vor allem an der Struktur der Inhalte orientierte »semantische« Tags wie beispielsweise ARTICLE.

Die Darstellung der Inhalte einer Einzelseite

Die optische Darstellung der ausgelieferten Datei erfolgt im Browser (Chrome, Internet Explorer, Firefox, Safari, Opera, …) des aufrufenden Rechners. Diese Browser interpretieren das HMTL der Seite, die Formatierungsanweisungen (CSS) der Seite und basteln (»rendern«) daraus dann das, was Sie sehen.

Die optische Wiedergabe der Inhalte entzieht sich der Suchmaschine weitgehend und hat für diese auch so gut wie keine Bedeutung. Ob ein Inhalt also »schön« oder auch nur »ansprechend« gestaltet ist, sind Google und Bing nur in Grenzen relevant. Seit Ende 2018 hat sich das ein wenig verändert, da die Seiten nun bevorzugt mit dem »mobilen Bot« besucht werden. Dieser simuliert ein Smartphone und kann beispielsweise feststellen, wenn Schriften zu klein oder Buttons zu nah aneinander liegen, so dass die Benutzung mit den Fingern eingeschränkt ist. Dies führt zu einer Abwertung der Seite.

Bilder sind inhaltlich nicht zugänglich, der dargestellte Inhalt muss den Suchmaschinen ebenfalls textlich beschrieben werden.

Seiteninhalte semantisch aufbereitet

Eine Überschrift ist fett und größer als der Fließtext. Für Websites reicht das aber nicht. Hier muss die Überschrift auch als solche mit einen entsprechenden Tag als H1 oder H2 ausgezeichnet werden. Erst dadurch kann der Bot einer Suchmaschine erkennen, dass es sich um eine Überschrift handelt. Die semantisch zutreffende Auszeichnung der Inhalte einer Website ist eine der Grundvoraussetzungen für eine Seite, die bei Google und Co. gut gelistet sein soll.