Stichworte | Thomas Borghoff Web Engineering

Oner-Pager

Woher kommt der One-Pager?

Der One-Pager ist ein Kind des Smartphones. Da in den Anfangstagen der mobilen Internet-Nutzung die Bits eher tröpfelten und die Geräte selbst bescheiden in ihrer Leistung waren, war es besonders wichtig das Wechseln einer Seite zu verhindern, da dieses Wechseln einen Kontakt mit dem Server benötigte und dieser gerne einmal besonders lange dauerte. Im Vergleich dazu war es »datenökonomischer« die Inhalte, die man sonst auf drei bis vier Seiten untergebracht hätte auf einer unterzubringen und diese dann vertikal »zu stapeln«.

Dazu kamen dann ein paar Zeilen Javascript, die dafür sorgten, dass man über eine Navigation zur entsprechenden Stelle des »Stapels« sprang, nein, besser, rollte. Außerdem war es einfach toll, mit dem Fingern – uiiiihhhh – hoch und runter zu wischen.

One-Pager-Mania

Der Höhepunkt der One-Pager-Manie waren dann Navigationskonzepte, bei denen man dann mehrere One-Pager »nebeneinander« anordnete (was der Idee zwar widersprach, aber egal), so dass man nicht nur hoch und runter, sondern auch links und rechts scrollen konnte. Ganz so war es natürlich nicht und auch technisch wesentlich komplexer, aber diese Technik hat sich nicht ohne Grund nicht durchgesetzt, weil eigentlich niemand es verstand. Die größten Fans der One-Pager waren die Gestalter aus der Print-Fraktion, da sie auf diesem Weg ihr lineares Denken (Seite 1, 2, 3, 4 …) auf Website übertragen konnten, nur eben vertikal.

One-Pager sinnvoll oder nicht?

One-Pager sind dann eine gute Wahl, wenn Sie alle Ihre Inhalte auf einer Seite unterbringen können. Das dürfte insgesamt eher selten der Fall sein. Eine Ausnahme bilden Anwednungsfälle für Microsite, die zudem eine sehr smartphoneaffinen Zielgruppe ansprechen sollen.